2. Oktober 2019

PROSE untersucht die Fahrsicherheit unter Längsdruckkräften für London Underground

Die in Leipzig, Deutschland, ansässige Kirow Ardelt GmbH entwickelt und liefert acht-achsige Eisenbahnkräne und Weichentransportwagen an London Underground (LU). Diese Baumaschinen bilden zusammen mit weiteren Flachwagen das sogenannte Modular Points and Crossing (MPaC) System von London Underground. Die Zugverbände des MPaC-Systems sind sowohl für den Betrieb auf dem Gleisnetz von LU als auch von Network Rail (NR) vorgesehen. PROSE hat die Fahrsicherheit unter Längsdruckkräften (LDK) von definierten Zugverbänden des MPaC-Systems untersucht und dazu die die relevanten Unterschiede von LU und NR berücksichtigt. Weiterhin wurden die Zug/Stoß-Einrichtungen in ihren möglichen Konfigurationen einerseits als Mittelpufferkupplung (Drophead Buckeye Coupler) sowie andererseits mit ausgefahrenen Seitenpuffern und Schraubenkupplung (bei abgeklapptem Kupplungskopf) untersucht. Dazu hat PROSE Mehrkörpersystem(MKS)-Simulationen durchgeführt und insbesondere die Rad/Schiene-Kräfte, die seitliche Überdeckung der Pufferteller sowie die Schwenkwinkel der Kupplung ausgewertet. Ausgehend von der Identifikation der sensibelsten Kombinationen konnten dann praxistaugliche Vorschläge zur Erhöhung der Fahrsicherheit unterbreitet werden. 

 

Die betroffenen Fahrzeugkonfigurationen sind bezüglich der Längsdruckkräfte nur teilweise durch normative Anforderungen abgedeckt. Daher hat PROSE in einem ersten Schritt systematisch die Randbedingungen, die Beurteilungsgrößen sowie die Grenzwerte geklärt. Auf dieser Bewertungsgrundlage wurden fahrtechnische Simulationen mit der Software Simpack durchgeführt, um die Fahrsicherheit der verschiedenen Zugverbände unter Längsdruckkräften zu untersuchen. In einem schrittweisen Vorgehen konnte PROSE zielführende Vorschläge bzw. Entscheidungsgrundlagen zur Lösung besonders sensibler Konfigurationen wie z.B. die Erhöhung einer Ballastmasse für eine größere Sicherheit gegen Entgleisen spezifischer Wagen einbringen. Dazu war während der gesamten Projektdauer eine enge Koordination mit Kirow und London Underground entscheidend. 

 

Für die Durchführung dieses Projektes war PROSEs breit angelegtes Verständnis des Eisenbahnsystems in Kombination mit spezifischem Fachwissen z.B. der Besonderheiten von Baumaschinen, Güterwagendrehgestellen oder Zug/Stoß-Einrichtungen, in Verbindung mit profundem Wissen zu Simulationen und Fahrzeugdynamik essenziell. So konnten sensible Konfigurationen effizient herausgearbeitet und nutzbare Lösungsvorschläge unterbreitet werden.

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